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Rezensionen zu
Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

Walter Moers

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Lieblingszitat „Ein Leben beginnt gewöhnlich mit der Geburt – meins nicht.“ (S. 11) Über Walter Moers‘ Romane zu schreiben fällt mir immer ein wenig schwer. Eigentlich fallen mir Worte leicht, sie fließen oft nur so aus mir heraus – doch bei den Büchern rund um die fantastische Welt von Zamonien harkt es einfach ein wenig. Woran liegt das? Die Romane sind nicht schlecht – sogar eher im Gegenteil – und doch so verrückt und faszinierend, dass man kaum Worte findet, um sie beschreiben zu können. Durch den „Bücherdrachen“ und „Prinzessin Insomnia“ war ich bereits gut vertraut mit der zamonischen Welt und bereit, die Hintergründe von allem zu erkennen, die mir bisher gefehlt hatten. Ein kleiner Hinweis für Neulinge in den Moerschen Werken: Es ist sehr gut möglich, die Romane nicht in der „richtigen“ Reihenfolge zu lesen! Man verpasst dadurch keine inhaltlichen Insider (sofern es sich nicht um einen fortsetzenden Teil handelt), man lernt jedoch mit jedem Roman mehr über Zamonien und seine Bewohner. Dementsprechend halte ich diese Rezension vage genug, dass der neugierige Leser noch von den Abenteuern des Blaubären überrascht werden kann. Klappentext Walter Moers` Blaubär-Roman wird 20½ ! «Ein Blaubär hat 27 Leben. Dreizehneinhalb werde ich in diesem Buch preisgeben…», so beginnt der allererste Roman von Walter Moers. Man schrieb das Jahr 1999, als der berühmte Käpt´n Blaubär seine halbe Lebensgeschichte vorlegte. Darin geht es um Zwergpiraten, Klabautergeister, Waldspinnenhexen, Tratschwellen, Stollentrolle, Finsterbergmaden, eine Berghutze, einen Riesen ohne Kopf, einen Kopf ohne Riese, schlafwandelnde Yetis, einen ewigen Tornado, Rikschadämonen, einen Prinz aus einer anderen Dimension, einen Professor mit sieben Gehirnen, denkenden Sand, eine kulinarische Insel, Kanaldrachen, dramatische Lügenduelle, Nattifftoffen, viereckige Sandstürme, eklige Kakertratten, das Tal der verworfenen Ideen, Horchlöffelchen, Zeitschnecken, Olfaktillen, einen Malmstrom, tödliche Gefahren, ewige Liebe, Rettungen in allerletzter Sekunde – und vieles andere mehr. Der Blaubär war mir schon immer ein Begriff, obwohl ich als Kind nie etwas mit seinen Geschichten zu tun hatte. Das Leben vergeht so schnell, wenn man klein ist und kaum konnte ich es bemerken, war ich älter und vergaß langsam alle Kindheitshelden, die ich jemals gehabt hatte. So kam es dennoch, als ich (die bereits etwas über Zamonien wusste) doch recht erstaunt war, dass Käpt’n Blaubär auch in eben jene Welt gehören soll. Ich war neugierig. Ich spürte plötzlich den Drang, mehr über den blauen Bären zu erfahren, der irgendwie eine Ikone ist und trotzdem niemand weiß, woher er eigentlich kam. Also: Man lernt Blaubär in seinen dreizehneinhalb Leben ziemlich gut kennen und eigentlich kann man gar nicht viel über den Inhalt an sich sagen, denn man würde alles vorwegnehmen. Deswegen kann ich nur sagen, dass diese Leben alle interessant sind. Der Blaubär erlebt so viele Dinge, die wir als unfassbar abtun und deswegen so witzig sind. Wer Zamonien bereits kennt, weiß, dass diese Welt einfach nur skurill-wundervoll ist. Ständig begegnet man Geschöpfen (wie einer Berghutze), von denen man nicht genau weiß, was man glauben soll. In Zamonien gibt es Riesen ohne Köpfe und Köpfe ohne Riesen, Tornados, die ein Zeitloch erschaffen und Dimensionslöcher. Man begegnet winzig kleinen Wesen und Riesen, die physikalischen Gesetze spielen teilweise keine Rolle und überall springt einen der charmante Stil von Walter Moers an. Anagramme. Metaphern. Symbole. Es ist schwer, nicht zu lachen, wenn man von dem Wüstenvolk hört, das die Stadt Anagrom Ataf (die Suche nach dem Clue überlasse ich jedem gerne) sucht. Oder vielleicht klären wir lieber die Frage, woher eigentlich die schwarzen Löcher im Weltraum kommen? Zamonien hat eine Art, die ich einfach nur lieben gelernt habe. Obwohl die Gegensätze in diesem Kontinent nur so polarisieren, fühlt es sich einfach richtig an. So als müsste der Blaubär ein Lügengladiator, Gebildeter und Seebär in einem sein. Er hat nicht umsonst ein sprechendes Lexikon im Kopf. Er weint für Klabautergeister und stolpert über Teppichfalten (was ziemlich schlimme Auswirkungen haben kann). Er findet Atlantis und begegnet unsichtbaren Leuten und immer wieder entdeckt er zusammen mit dem Leser neue Seiten an sich. Die dreizehneinhalb Geschichten, die Walter Moers uns hier präsentiert, sind alle außerordentlich. Es bleibt immer spannend und am Schluss war ich fast schon traurig, dass wir nur die Hälfte von Blaubärs Leben kennenlernen durften. Fazit Ich kann diesen Roman nur mit dem besten Gewissen jedem empfehlen, der die Welt nicht ganz so ernst nehmen möchte und sich nebenbei an sprachlichen und stilistischen Kniffen erfreuen kann. Man begleitet den kleinen blauen Bären auf der Reise durch seine dreizehn Leben und muss dabei nur offen für die frechsten – und zugleich unheimlich witzigen – Behauptungen und Anekdoten sein, die den Leser völlig unerwartet anspringen. Eine absolute Leseempfehlung! Vielen Dank an den Penguin Verlag und an das Bloggerportal von Random House, die mir dieses Buch vorab zukommen haben lassen. „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“ erscheint am 09.09.2019. Werbung, Rezensionsexemplar. Bibliographische Angaben Autor: Walter Moers Seitenanzahl: 703 Seiten Verlag: Penguin Verlag Genre: Phantastik

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Meine Meinung: Die Sagenhafte Reise des Käpt'n Blaubär - ein Abenteuer, das ich schon sehr lange miterleben wollte! Und passend zum 20-jährigen Jubiläum habe ich es sogar tatsächlich geschafft, endlich einmal in diese Tolle Geschichte und Walter Moers' ersten Roman einzutauchen. Wie der Klappentext von "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" bereits zeigt, erleben wir hier Abenteuer über Abenteuer mit wahnsinnig vielen und diversen Wesen. Ich bin wirklich jedes Mal, wenn ich eine Geschichte von Walter Moers lese, baff wie viel Phantasie ein Mensch bitte haben kann. Unvorstellbar viel, wie es hier scheint. Die Ideen, das Konzept, die Sprache, aber vor allem die Welt Zamoniens und deren Wesen sind einfach etwas ganz, ganz besonderes, was sich mit keinem anderen Buch/ Roman vergleichen lässt. Dadurch, dass wir von Leben zu Leben den Werdegang unseres Blaubärs begleiten und dort immer wieder in die skurrilsten Situationen stolpern, ist das Buch so vielfältig wie sonst keines. Langeweile kommt definitiv bei dieser Geschichte nicht auf, allerdings muss ich gestehen, dass ich oft nur ein Leben (=Kapitel), oder bei längeren Lebenserzählungen kleinere Häppchen am Stück lesen konnte. Das lag vor allem daran, dass wirklich so vieles auf einmal passiert und zusammentrifft, sodass man sich schon sehr stark auf die Geschichte konzentrieren muss um nicht den Faden zu verlieren - was sich ab und an trotzdem nicht umgehen lässt, da die Handlungen oft so wirr und bizarr ist, dass man ab und an am Verstand der Wesen zweifelt, die hier auf den Blaubär treffen. Der Schreibstil ist ebenfalls, wie das gesamte Buch, anders als alles was ich bisher gelesen habe. Er ist locker und leicht, steckt voller Witz und lustigen Dialogen, ist aber gleichzeitig ein wenig wirr - was den Kern der Reise unseres blauen Bärens widerspiegelt. Besonders gut haben mir mal wieder die vielen Illustrationen im Buch gefallen. Auf fast jeder Seite erwarten uns kleinere bis z.T. ganze Seiten einnehmende Bilder, um die Geschichte noch anschaulicher zu gestalten. Das ist auch gar nicht so schlecht, denn bei manchen Wesen die uns im Laufe der Geschichte vorgestellt werden, gingen meine Vorstellungskräfte fast an ihre Grenzen, um mir deren Gestalt bildlich vor Augen führen zu können. Das Buch ist mit seinen knapp 720 Seiten kein dünner Schmöker. Aber durch die Einteilung, dass ein Leben ein Kapitel ist, kann man sich die Geschichte hieran sehr gut einteilen und durch die vielen Illustrationen ist das Buch auch etwas kürzer als man meinen könnte. Fazit: Alles in allem ist die lange und skurrile Reise des Käpt'n Blaubär ein unglaublich phantasievolles Abenteuerbuch, das wirklich zu keiner Zeit langweilig wird und den Leser, ob alt, oder jung, zum Lachen bringen kann. Ich habe mich in die Welt und Wesen Zamonien jetzt endgültig verliebt und hoffe im Laufe der Zeit noch mehr tolle Geschichten dort erleben zu können. Ich bewerte das Buch mit 9/10 Punkten!

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Dieses Buch aus dem Penguin Verlag von Walter Moers beschäftigt sich mit den ersten 13 1/2 Leben des Blaubären. Jedes Kapitel umfasst eines von seinem Lebensjahren und in jedem Jahr erlebt er neue Abenteuer und lernt neue Orte auf seiner Reise kennen😊. Die Aufmachen des Buches ist einfach wundervoll, am Anfang findet man eine Karte von Zamonien wo man z.B die Irrlichter Bucht, die süsse Wüste oder auch Atlantis sieht, am Ende des Buches ist eine art Weltkarte und der weiteren Umgebung von Zamonien. Das Buch enthält viele Zeichnungen und Skizzen die es nochmal einfacher macht die Wesen kennenzulernen die beschrieben werden🥰. Walter Moers hat mit Käpt'n Blaubär eine Figur erschaffen, die mich seit Kindestagen begleitet, denn jeden Samstag erscheint in meiner Zeitung Zuhause ein kleiner Comic von Käpt'n Blaubär den ich bis heute immer gelesen habe. Umso glücklicher war ich als ich dieses Rezensionsexemplar bekommen habe🙈. Ich muss sagen die Neuauflage zum 20 1/2 jährigen Jubiläum ist wirklich sehr schön gelungen und ist ab nun eines meiner Lieblingsbücher😍. Das Buch ist mit 720 Seiten nicht grade kurz aber dennoch wird es nie langweilig, ich würde zu gern einmal eine Blaubär-Doppelpizza in Atlantis essen🙈🥰. Es ist wirklich ein sehr gelungenes Buch so dass ich gar nichts anderes als 5⭐/5⭐ geben kann🥰💙.

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»MENSCHEN, DIE: DASEINSFORM AUS DER FAMILIE DER SPRACHBEGABTEN SÄUGETIERE, AUFRECHT GEHENDER DAUMENTRÄGER VON MÄSSIGER INTELLIGENZ (NUR EIN GEHIRN). MENSCHEN VERFÜGEN ÜBER ZWEI ARME, ZWEI BEINE, EINEN KOPF, ABER KEINERLEI MAGISCHE, EYDEETISCHE ODER TELEPATHISCHE FÄHIGKEITEN, WAS SIE IN ZAMONIEN ZU AUSSENSEITERN MACHT.« S. 373 Lieber Walter Moers, auch wenn ich der Gattung Mensch angehöre, wie gern wäre ich doch ein Teil deines wunderschönen Universums. Ach, wie inbrünstig würde ich Zamoniens Nationalhymne singen (»Zamonien, Zamonien, du Stern im Ozean, Beragt von Fels, durchquellt von Strom, Du bringst mir Pein, du bist mein Lohn« S. 513), in die Katakomben von Buchhaim vordringen, Kakertratten (eine Mischung aus Kakerlake, Ratte und Taube) durch tänzelnde Bewegungen täuschen (sie glauben dann, man wäre Wasser), mit Tratschwellen schnacken, eine Waldspinnenhexe besiegen, in der Süßen Wüste von Sandmännern überfallen oder dem ewigen Tornado aufgesogen werden. Wie begeistert würde ich mit einer Hoawief-Pizza – oder besser noch einer Blaubär-Doppelpizza – in der Hand durch die Straßen von Atlantis schlendern, in Gerüchteküchen einkehren, das Bonsaiviertel besichtigen, über Nattifftoffen lästern, an einem Ausflug in die Finsterberge teilnehmen und bei Professor Nachtigaller die Schulbank drücken (selbstverständlich verkleidet, denn der letzte Mensch wäre ich sicherlich nicht und der alte Snob nimmt ja nur die letzten Wesen ihrer Art in seiner Schule auf)… Da meine Suche nach einem Dimensionsloch bisher jedoch noch nicht von Erfolg gekrönt war, muss ich mich vorerst mit deinen Büchern begnügen, zuletzt deinem wohl größten Wurf, der Einleitung in deine Welt: »Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär«, das 1999 erstmals erschien und nun zum 20 1/2-jährigen Jubiläum in einer prachtvollen Hardcover Ausgabe mit Originalposter vom Penguin Verlag neu aufgelegt wurde. Wir begleiten dabei einen gewissen blauen Bären auf seinen Abenteuern: Von der Nussschale, in der er als winziges Ding erwacht, über die Rettung durch eine Truppe Zwergpiraten (herrliche kleine Wesen, die mit Holzbeinen, Augenklappe, Schnurrbart und Piratenhut geboren werden und ihr Leben lang – wegen ihrer Größe vergeblich – versuchen, Schiffe zu kapern) hin zur Ausbildung zum Knoten-, Heul-, Quasselmeister, Traumkomponisten und Lügengladiator. Uns läuft das Wasser im Mund zusammen, als wir miterleben müssen, wie Blaubär sich im kulinarischen Paradies auf der Feinschmeckerinsel wiederfindet (Trüffelpilze, Öltümpel, Marzipanfrüchte, Milchflüsse…) – nur um von einem kurzsichtigen Rettungssaurier in letzter Sekunde (denn das ist die Herausforderung an ihrem Job) vor einer bösen Überraschung gerettet zu werden. Uns dreht sich der Kopf beim Unterricht mit Professor Nachtigaller – nicht nur, weil eine gewisse (lyrisch mäßig begabte) Berghutze namens Fredda einen Narren an Blaubär gefressen hat und ihm ständig einen Finger ins Ohr steckt, sondern auch, weil uns LeserInnen die Intelligenzbakterien des Eydeeten leider nicht durch die Buchseiten infizieren und wir somit im Gegensatz zu Blaubär nicht einmal die Hälfte seines herrlich theatralisch vorgeführten Gebrabbels verstehen. Immerhin pflanzt er sein »Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung« in den Kopf unseres Protagonisten, sodass wir Zamonien zwischendurch immer besser kennenlernen, allerdings meldet es sich nicht immer zum rechten Zeitpunkt, sodass manch Abenteuer mehr als brenzlig endet… »VON WEITEM SIEHT EIN WIRBELSTURM GANZ HARMLOS AUS, WIE EIN VERRÜCKT GEWORDENER DAMENSTRUMPF, DER DURCH DIE LANDSCHAFT TANZT.« S. 339 Wir ihr wohl bemerkt habt, bin ich mal wieder hellauf begeistert von Walter Moers‘ Werk und würde am liebsten jedem das Buch in die Hand drücken (aber nein, dieses hier ist MEINS!). Ich habe die Lektüre, die zahlreichen Illustrationen und die Liebe, die in jeder von ihnen steckt, den Detailreichtum, Witz und die Leichtigkeit seiner kauzigen Figuren (Wann kommen »Die Abenteuer des jungen Professor Nachtigaller«?!), zugleich aber auch die Spannung der Geschichte sehr genossen. In diesem Fall ist sie weniger wie ein Abenteuer als vielmehr wie eine Reihe an Abenteuern zu verstehen, die episodisch (entsprechend den Lebensabschnitten Blaubärs) aufeinander folgen und jedes seinen eigenen Höhepunkt hat – alle mit dem Ziel, uns die Welt Zamoniens näher zu bringen. Dabei bauen sie aufeinander auf und münden in ein derart geniales Finale, dass ich das leicht dümmlich anmutende Grinsen ob des fiesen Oberschurken mit seinen Weltherrschaftsplänen nicht mehr aus meinem Gesicht wischen konnte. Denn am Ende ist es eben nicht nur eine lose Folge an Story Arcs, sondern ein großes Ganzes, dessen einzelne Fäden aufeinandertreffen und sogar über diesen einen Band hinausreichen. Das Wiedersehen mit altbekannten Figuren (bzw. der Reihenfolge der Bücher nach traten sie hier ja zuerst auf), dem frischen, vor Neugier triefenden und Kreativität sprühenden Schreibstil und natürlich mit Zamonien an sich haben mich glücklich zurückgelassen. Ich bin ein Fan, was soll sagen?! Wenn ein neuer Moers erscheint, bin ich zur Stelle. Da macht es nichts, wenn ein übergreifender Spannungsbogen vielen kleinen weicht und das Verhältnis von männlichen und weiblichen Charakteren mehr als unausgeglichen ist. Zu letzterem Punkt sei gesagt, dass mir nicht nur die verschwindend geringe Anzahl an Frauen, sondern auch deren Charaktereigenschaften – die sich praktisch auf treudoofe Verliebtheit beschränkten, ansonsten waren Frauen für die Charaktere praktisch nur ein Objekt der Begierde – etwas missfielen. (Da zu erwarten ist, dass in »Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr« eine Frau die Hauptrolle spielt, soll die hiesige Behandlung vorerst als »Ausrutscher« verstanden werden und jenes Buch angesichts besagter Beobachtung meine nächste Moers-Erfahrung sein…) Doch dieser Punkt schmälerte mein Lesevergnügen im Verhältnis herzlich wenig. Wer also wissen will, warum Stollentrollen grundsätzlich zu misstrauen ist, wie man eine Fata Morgana fängt, woher schwarze Löcher kommen, warum Atlantis verschwand oder dass auch schlechte Ideen manchmal Gutes tun und Tornadohaltestellen keineswegs als Aufforderung gedacht sind, der kann – wie jeder, der bisher an diesem kleinen Wunderwerk vorbeigelaufen ist – beherzt zugreifen. Gerade dieser Band eignet sich durch den episodischen Aufbau auch hervorragend zum Vorlesen! Denn, wie Professor Nachtigaller zu sagen pflegt: Wissen ist Nacht! Und davon gibt es hier mehr als genug.

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Walter Moers Werke haben mich schon mehrfach total begeistert. Und diese Buch hat meine Erwartungen übertroffen. Darin wird die Geschichte von den dreizehneinhalb Leben des Käpt´n Blaubärs erzählt. Und er hat so Einiges Fantastisches und Unglaubliches zu erzählen. Am besten man liest es selbst. 🌸Käpt´n Blaubär kenne ich schon seit meiner Kindheit, umso schöner war es, dass er sich in diesem Buch genauso gezeigt hat, wie ich ihn in Erinnerung hatte, so humorvoll, lustig und sympathisch. Ich bin ihm auf seinen Reisen gespannt gefolgt. Und auch in diesem Buch von Walter Moers kann ich mich nur wundern, was für unglaublich fantastische und vielfältige Ideen er hat. Einfach toll! 🌸Walter Moers Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist zwar etwas speziell, doch das passt einfach zur Story und er erschafft mit Zamonien eine fantastische Welt. 🌸Die Gestaltung im Buch ist toll geworden. Es gibt sehr schöne schwarz-weiße Illustrationen, die sehr gut zum Text passen. . 🌸Dieses Buch gehört auf jeden Fall zu diesen Büchern, die man immer wieder lesen möchte.

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Mein Eindruck: Zitat von Käpt’n Blaubär (Seite 25): „Wie groß eine Herausforderung auch sein mag, sie ist auf jeden Fall leichter zu bewältigen, wenn man vorher eine ordentliche Mahlzeit zu sich genommen hat.“ Ich bin noch nicht so lange Walter Moers Fan, aber Gott sei Dank, bin ich damals durch die Graphic Novel von „Die Stadt der träumenden Bücher“ einer geworden. Als ich vor einigen Wochen gesehen habe, dass es nun eine Jubiläumsausgabe dieses Buches hier gibt, war für mich klar, dass muss ich auch unbedingt lesen. Walter Moers hat mit Käpt’n Blaubär einen liebevollen, sympathischen, aber auch mutigen Charakter erschaffen, den ich ständig nur „knuddeln“ könnte. Die liebenswürdige, humorvolle und lockere Art des Bären hatte mich ziemlich schnell gefangen, so dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Walter Moers Schreibstil ist schon speziell, man muss ihn auf jeden Fall mögen oder offen für Neues sein. Ich mag diesen Schreibstil sehr gerne. Er fesselte mich ans Buch, so dass ich es „verschlungen“ habe, auch wenn es mit seinen 720 Seiten nicht gerade ein dünnes Exemplar ist. Zwischen den Abenteuern, die Käpt’n Blaubär erleben durfte, bekommt der Leser Erklärungen aus dem „Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung“ von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller. Prof. Nachtigaller war Blaubärs Professor in der Nachtschule, dessen Unterricht er immer sehr aufmerksam folgte. Die Erklärungen fand ich sehr interessant, denn die gaben einen weiteren Einblick bzgl. der Kreaturen, Orte, Naturphänomene, die in Zamonien herrschen usw. Auch nicht zu verachten sind die tollen Zeichnungen, die es immer mal wieder zu sehen gibt. Ich fand es wahnsinnig spannend zu lesen, wie es ihm mit den Zwergpiraten erging, was er alles auf der Nachtschule lernte oder wie er aus dem großen Labyrinth hinausfand. Oft musste ich über Blaubärs Herangehensweise schmunzeln. Aber auch über seine erste große Liebe, die im Grunde doch keine war. Die fantastische Welt Zamonien, die Moers da erschaffen hat, ist eine völlig andere, als man sonst aus Fantasybüchern so kennt. Immer wieder war ich erstaunt darüber, was sich der Autor hat alles einfallen lassen und erschaffen hat. Wenn man mich fragen würde, welcher denn nun mein Lieblingscharakter ist, dem könnte ich leider keine Antwort geben. Denn alle waren auf ihre Art bemerkenswert, liebevoll oder aber auch „abscheulich“ schön. Meist ist es ja so, dass es den Leser erschlagen könnte, wenn es zu viele Charaktere in einem Buch gibt, die eine Rolle spielen. Hier kann ich sagen, ist es definitiv nicht so. Fazit: Ein wunderbares Buch, das mir trotz seiner 720 Seiten, ein kurzweiliges und großes Lesevergnügen beschert hat. Ganz klare Leseempfehlung.

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Ein Meisterwerk

Von: Ferdinand Raabe aus Halle

15.09.2019

Ich habe dieses Buch schon 2x gelesen und finde es immernoch viel zu kurz. Einfach genial geschrieben, eine Vilefältige und Kreative Welt.

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Das erste große Zamonien-Meisterwerk von Moers erstmals vollständig koloriert! Nicht nur die Bilder, auch der Text wurde farblich abgehoben. Auch dieses Werk wurde als (Erst-)Neuausgabe mit einem blauen Kopffarbschnitt versehen. Und Lesebändchen! Und Schutzumschlag! Ich krieg mich schon gar nicht mehr ein. Und dabei hab ich noch nichtmal mit lesen angefangen... ;) Es ist fantastisch. Der berühmt-berüchtigte Käptain Blaubär erzählt aus seinen ersten 13 1/2 Leben. Dabei reist er quer durch die Welt, bis er schließlich in Zamonien landet. Seine Abenteuer nehmen dabei immer verrücktere Ausmaße an und zwischendurch konnte ich hören, wie die drei Bärchen (aus der Serie) sich stöhnend die Haare raufen. Moers' Kopfkino fabriziert fantastische Kreaturen, irre Abenteuer und großartige Spielereien mit Wort, Schrift und Farben. Unbedingt lesenswert und großartige Grundlage für alle anderen Zamonien-Romane! ~ Lilith ~

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